Logopädische Therapiemethoden und Konzepte

Unsere Therapieinhalte und Behandlungsmethoden werden immer an Ihr jeweiliges Störungsbild und Ihre individuelle Persönlichkeit angepasst. Nach einer ausführlichen Befunderhebung und Anamnese, werden wir Ihnen unseren Behandlungsplan immer in einem persönlichen Gespräch erläutern. Für eine langfristig erfolgreiche Therapie müssen Sie während und nach jeder Therapie aktiv mitwirken. Deshalb ist eine transparente, leicht verständliche und effektive Therapie für uns selbstverständlich.

Auf unserer Seite Logopädische Störungsbilder finden Sie Erläuterungen zu verschiedenen Diagnosen und Therapieansätzen. Klicken Sie dazu bitte hier.

Wenn Sie Fragen dazu haben, können Sie uns selbstverständlich jederzeit anrufen oder eine E-Mail senden.   

Nachfolgend
finden Sie hier noch ein paar organisatorische und hilfreiche Informationen zum allgemeinen Behandlungsablauf:

Heilmittelverodnung

Eine Diagnostik und Therapie erfolgt immer auf Basis einer ärztlichen oder zahnärztlichen Heilmittelver-ordnung. Das bedeutet, nur der Arzt bzw. Zahnarzt entscheidet ob eine Therapie notwendig ist. Dies gilt für Kassen- und Privatpatienten. Die Kosten für eine logopädische Behandlung übernimmt Ihre Kranken-kasse. Wenn Sie sich unsicher sind ob Sie, Ihr Kind oder ein Angehöriger eine Therapie benötigen, können Sie uns immer gerne vorab kontaktieren.

Die Heilmittelverordnung beinhaltet u.a. eine Erst-diagnose durch den ausstellenden Arzt sowie die Anzahl, die Länge und den Intervall der vorgesehenen Therapieeinheiten. Die Heilmittelverordnung hat nach Ausstellung i.d.R. eine Gültigkeit von 14 Tagen. Innerhalb dieser Zeit sollte eine Therapie beginnen, ansonsten verliert sie ihre Gültigkeit. Ausnahme: Der Arzt hat auf der Verordnung einen "spätestesten Behandlungsbeginn" angegeben.

Erstbefundung, Erstverordnung und Folgeverordnungen

Vor Beginn der Behandlungstermine findet einmalig eine Befunderhebung statt. Wir verschaffen uns mit Hilfe spezifischer Tests und in Gesprächen mit Ihnen (Anamnese) und ggf. Erziehungsberechtigten ein erstes Bild und legen eine fundierte Diagnose sowie einen Behandlungsplan fest. Das bedeutet jede erste Heilmittelverordnung (Erstverordnung) umfasst die Anzahl der verordneten Termine (Behandlungen) plus einen Erstbefundungstermin. Sind alle Termine einer Heilmittelverordnung gegeben worden und ist die Behandlung noch nicht vollständig beendet, wird eine sogenannte Folgeverordnung benötigt. Die Begründung für die Folgeverordnung erhält der Arzt in Form eines Therapieberichtes von uns.

Jede gegebene Behandlungseinheit ist von Ihnen bzw. Ihren Erziehungsberechtigten auf der Heilmittel-verordnung zu unterzeichnen. Wird eine Behandlung länger als 3 bzw. 4 Wochen (je nach gesetzlicher Krankenkasse) unterbrochen, verliert die Heilmittel-verodnung ihre Gültigkeit. Sie benötigen dann eine neue Verordnung vom Arzt.

Terminvergaben und Wartezeiten

In der Regel umfasst eine Heilmittelverordnung 10 Therapieeinheiten mit jeweils 30, 45 oder 60 Minuten und 1 bis 2x wöchentlich. Die Therapien finden immer nach vorher vereinbarter Terminvergabe statt. In allen therapeutischen und fachärtzlichen Bereichen kommt es mittlerweile, aufgrund des gestiegenen Bedarfes bei gleichzeitigem Rückgang an Therapeuten bzw. Ärzten, zu längeren Wartezeiten bis zum ersten Termin. Wir versichern Ihnen aber, dass wir als Praxis so flexibel wie möglich sind und alles daran setzen, insbesondere in dringenden Fällen, Ihnen schnellstmöglich einen Termin zu geben, der in Ihren Terminkalender passt.

Das Prinzip der Bestellpraxis

Therapeutische Praxen arbeiten i.d.R. nach dem Prinzip der Bestellpraxis. Das bedeutet Sie bestellen einen Termin, der für Sie freigehalten wird. Wenn Sie einen Termin nicht wahrnehmen können, dann sollten Sie ihn rechtzeitig (mind. 24 Stunden vorher) absagen. Da die Termine der anderen Patienten auch länger-fristig geplant wurden, ist es leider nicht immer möglich Ihren Termin innerhalb weniger Stunden neu zu vergeben.

Gesetzlich vorgeschriebene Zuzahlungen und Befreiungsmöglichkeiten

Die Kosten für therapeutische Behandlungen werden von Ihrer Krankenkasse auf Basis Ihrer Heilmittelver-ordnung bezahlt. Gesetzlich Versicherte, ab 18 Jahren, sind aber verpflichtet pro Verordnung 10 Euro + 10% des jeweiligen Gebürentarifes der Krankenkasse an die behandelnde Praxis selbst zu zahlen. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind von der Zuzahlung immer befreit. Der Zuzahlungsbetrag für eine Ver-ordnung richtet sich nach der Anzahl der Therapien und der Dauer einer einzelnen Therapieeinheit. Die durch-schnittliche Höhe für eine Zuzahlungsrechnung liegt für eine Heilmittelverordnung, z.B. bei 10 Einheiten je 45 Minuten Gesamtverordnungsmenge, bei insgesamt ca. 50 bis 60 Euro (je nach Krankenkasse). Das bedeutet Sie bezahlen pro Therapieeinheit ca. 5 bis 6 Euro selber dazu. Wir als Praxis sind verpflichtet Ihnen die Zuzahlungsrechung direkt zu stellen und das Geld indirekt an Ihre Krankenkasse weiterzuleiten. Welchen genauen Betrag Sie selbst dazu bezahlen müssen, können wir Ihnen selbstverständlich vorab berechnen.

Sie können sich von Ihrer Krankenkasse, z.B. aufgrund einer chronischen Krankheit oder zu geringem Ein-kommen, von der Zuzahlung befreien lassen. Dafür gibt es eine sogenannte monetäre Belastungsgrenze. Die Balstungsgrenze liegt bei 2% des Bruttoeinkommens, bei chronisch Kranken bei 1%. Wenn Sie diese Grenzen im Laufe eines Kalenderjahres erreichen, können Sie sich von vielen Zuzahlungen der Kranken-kasse befreien lassen oder sich am Jahresende den über der Belastungsgrenze liegenden Betrag erstatten lassen. Dazu sollten Sie alle Zuzahlungsrechnungen sorgfälltig aufbewahren.

Erste Informationen zu dem Thema erhalten Sie bei uns oder auf den Internetseiten der Krankenkassen oder Verbraucherzentralen. Da jede Befreiung im Einzelnen genau geprüft werden muss und die geltenden Gesetze auf jeden Einzelfall angewendet werden müssen, erhalten Sie verbindliche Informationen dazu ausschließlich bei Ihrer Krankenkasse.

Tarife für Privatpatienten

Die Tarife für logopädische Leistungen für Privat-patienten richten sich nach Beihilfetarifen. Das Bundesverwaltungsamt legt beihilfefähige Höchst-beträge für einzelne Leistungen fest. Anhand dieser Höchstbeträge orientieren wir unseren Vergütungs-anspruch. Die Vergütung wird vor Behandlungsbeginn in einer Behandlungsvereinbarung mit Ihnen schriftlich festgehalten. Nach der Behandlung erhalten Sie eine Rechnung. Diese Rechnung, einen Sitzungsnachweis sowie die Heilmittelverordnung reichen Sie bei Ihrer jeweiligen Krankenkasse ein. Nähere Informationen dazu erhalten Sie bei Ihrer Krankenkasse oder bei uns.

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.








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